Seit November letzten Jahres stehe ich in der Düsseldorfer Squarebar hinterm Brett, mixe Drinks und arbeite im freshesten Team der Stadt. Der Laden an sich ist gefühlt kleiner als meine Küche, versprüht aber einen Charme, den ich sonst selten so erlebt habe. Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut, diente das Ladenlokal erst als Ticketschalter der Rheinbahn, die rechts und links durch zwei riesige Torbögen am Laden vorbeifuhr. Nachdem die Bahnstrecke verlegt wurde, war der Ticketschalter überflüssig und ein kleiner Metzger zog in die Räumlichkeiten, im Anschluss ein Blumenladen und danach das Café Othello. Seit nun fünf Jahren bewohnt die Squarebar diesen Ort voller Nostalgie. Der Fliesenspiegel des Metzgers hängt noch heute an der Wand, die gestreifte Markise vom Blumenladen bietet auch im Sommer Schatten bei praller Sonne und der alte Schriftzug vom Café Othello, den man im Winter bei beschlagener Fensterfront sehen kann, erinnert an vergangene Zeiten.

Auch mit unseren klassischen Cocktails werfen wir gerne einen Blick zurück. Auf der anderen Seite schauen wir aber auch nach vorne und kreieren neue Cocktailkreationen mit ausgefallenen Zutaten.

Wir sind ein fünf köpfiges Team bestehend aus Saskia, Christin, dem Bar Chef und Besitzer David, Joris und meine Wenigkeit. Meinen Einstand habe ich letztes Jahr im November zeitgleich mit der neuen Winterkarte gefeiert. Ich hatte zwar noch keinen eigenen Drink mit auf der Karte, aber bekomme bis heute zwei Kreationen der Karte nicht aus dem Kopf, die ich euch deshalb gerne vorstellen möchte.

Zum einen ein Drink von meiner wehrten Kollegin Saskia, benannt nach dem Lied bzw. Film „Yellow Submarine“:

Yellow Submarine by Saskia Kleinen

Zutaten:

  • 3 Streifen gelbe Paprika
  • 5cl Bruichladdich Port Charlotte
  • 3cl frischgepresster Zitronensaft
  • 2cl Runney Honey
  • 1 gestrichener Barlöffel Löwensenf

Zubereitung:

Zuerst wird die Paprika im Shaker gemuddelt, anschließend die anderen Zutaten hinzugegeben, der Drink mit Eiswürfeln geshaked, in eine vorgekühlte Schale abgeseiht und mit einem mit Würstchen gefüllten Papierboot dekoriert. (siehe Foto)

Zum anderen der Drink „Don Diego de la Vega“ von meinem Bar Chef David Rippen:

Don Diego de la Vega by David Rippen

  • 5cl Ananas infused Cardenal Mendoza
  • 3cl Swedish Punch*
  • 1,5cl frischgepresster Limettensaft
  • 1,5cl frischgepresster Grapefruitsaft
  • 1 dash Angostura Bitters

Alle Zutaten werden auf Eiswürfel geshaked, in eine Schale abgeseiht und mit gemahlenem Piment dekoriert.

*Swedish Punch besteht aus:

  • 700ml Ceylon Arak
  • 5-7 Kardamom-Kapseln angestoßen
  • ½ Zitrone geachtelt
  • 3 Nelken

1. Das alles wird 24 Stunden in einem Einmachglas ziehen gelassen.

  • 500gr Demerara Zucker
  • 250ml Wasser
  • 5-6 Teebeutel Darjeeling

2. Anschließend wird ein Tee Sirup aus den obigen Zutaten gekocht. Dafür den Tee ca. 6-7 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen und den Zucker unterrühren.

3. Dann wird der aromatisierte Arak gesiebt und mit dem Tee-Sirup geblendet, in eine saubere Flasche gefüllt und gekühlt gelagert.

Ich hoffe, ihr findet die beiden Drinks genau so spannend wie ich. Solltet ihr mal in Düsseldorf sein, kommt uns gerne in der Squarebar besuchen und falls ihr ein paar andere Tipps für euren Aufenthalt in Düsseldorf braucht, schreibt mir einfach bei Instagram @maxbergfried. Bis dahin und liebe Grüße,

Max

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